17.10.2015 – Schlägerei in Asylbewerberheim in Kempten

18.10.2015 Kempten/Allgäu. Mit einem kuriosen Geldbeutelfund hatte es die Kemptener Polizeiinspektion in der Samstagnacht zu tun.

Am späten Samstagabend wurde bei der Polizeiinspektion Kempten der aufgefundene Geldbeutel eines Asylbewerbers abgegeben.

Bei der Durchsicht des Geldbeutels nach einem Ausweisdokument staunten die Beamten nicht schlecht, als sie nebst eines Ausweises auch noch knapp 1 Gramm Marihuana auffanden.

Die Beamten waren dann gegen 22.00 Uhr gerade auf dem Weg in Richtung Wohnanschrift des Verlierers in Oy-Mittelberg, als die Meldung über eine körperliche Auseinandersetzung in einem Kemptener Asylbewerberheim einging.

Dort kam es zu einer tätlichen Auseinandersetzung zwischen vier Bewohnern, welche aus noch ungeklärter Ursache in Streit gerieten. Bei den Beteiligten handelte es sich um drei Senegalesen und einem Nigerianer, im Alter von 20 und 30 Jahren.

Zur Überraschung der Beamten, handelte es sich bei dem 20jährigen Nigerianer um den Verlierer des Geldbeutels, welcher dort seine Freunde besuchte und mit diesen offensichtlich in Streit geriet.

Im Verlauf dieses Streits hat der 20jährige Nigerianer einem 30jährigen Senegalesen mit einer zerbrochenen Flasche eine leichte Schnittwunde am Oberarm zugeführt, welche vor Ort behandelt werden konnte.

Ein weiterer 20jähriger Senegalese hatte eine tiefere Schnittwunde in der Kniekehle, welche aber wohl von einem noch unbekannten, fünften Beteiligten herrührte. Der 20jährige Senegalese wurde im Klinikum Kempten ambulant behandelt.

Der 20jährige Nigerianer, welcher sich bei der Sachverhaltsaufnahme weiterhin äußerst aggressiv gab, wurde im Anschluss in Gewahrsam genommen. Hierbei leistete der 20jährige erheblichen Widerstand, wobei ein Polizeibeamter leicht an der Hand verletzt wurde, da der junge Mann unkontrolliert um sich schlug.

Der 20jährige, welcher den Rest der Nacht in der Zelle verbrachte, muss sich nun nebst einem Verstoß nach dem Betäubungsmittelgesetz, auch wegen gefährlicher Körperverletzung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte verantworten – seinen Geldbeutel hat er aber wiederbekommen.

(PI Kempten)

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