Bau des neuen Schülerwohnheims an der Berufsschule Lindau startet im Sommer 2017

19.5.2017 Lindau (Bodensee). Bis August laufen nun die Planungsarbeiten und zum Beginn der Sommerferien wird auch mit dem Bau des neuen Schülerwohnheims an der Berufsschule in Lindau begonnen.

Sowohl der Kreistag als auch der Aufsichtsrat der GKWG haben in der vergangenen Woche dem Abschluss der notwendigen Verträge zugestimmt und diese wurden nun von Landrat Elmar Stegmann, dem Geschäftsführer der GKWG, Thomas Blei, und Andreas Reisch, von der Georg Reisch GmbH aus Bad Saulgau, unterschrieben. Letzterer ist als Generalunternehmer sowohl für den Neubau wie auch für die Sanierung des Altbaus beauftragt. Das insgesamt 20 Millionen Euro schwere Projekt wird voraussichtlich zu den Weihnachtsferien 2019 komplett abgeschlossen sein. Dann stehen den Schülerinnen und Schülern aus den Fachsprengeln 273 Betten in einem modernen Gebäude zur Verfügung.

„Gründlichkeit vor Schnelligkeit“, begründet Landrat Elmar die langen Vorarbeiten. Jetzt liegen detaillierte Verträge vor und mit der Firma Reisch wurde ein vertrauensvoller Partner gefunden, der auch schon die neue Hauptfeuerwache in Lindau gebaut hat. Unterschrieben wurden nun ein Generalunternehmervertrag zwischen der Reisch GmbH und der GKWG sowie ein Mietvertrag zwischen der GKWG und dem Landkreis.

Gebaut wird in zwei Etappen. Begonnen wird mit dem Neubau auf dem bisherigen Hartplatz und zwar zu Beginn der Sommerferien um durch die geräuschintensiven Gründungsarbeiten den Unterricht nicht zu beeinträchtigen. Der Neubau wird etwa 15 Monate dauern. Im zweiten Bauabschnitt erfolgt die Sanierung des bisherigen Schülerwohnheims.

Das jetzige Gebäude ist nicht nur stark sanierungsbedürftig, sondern auch zu klein. Deshalb hatte der Kreistag entschieden, das Gebäude der GKWG Kreis-Wohnbau GmbH Lindau (B) zu verkaufen, die sowohl den Neubau als auch die Sanierung des Altbaus übernimmt und das Gebäude an den Landkreis vermietet. Zusätzlich investiert der Landkreis in die Ausstattung, sprich in die Möbel, die IT-Infrastruktur aber auch in die Großküche.

Hintergrund: An der Berufsschule in Lindau gibt es vier Landesfachsprengel. So können Schülerinnen und Schüler aus anderen Landkreisen hier Mechatronik für Kältetechnik, Isolierberufe, Packmitteltechnologie erlernen oder sich zum Fachangestellten für Bäderbetriebe ausbilden lassen. Untergebracht sind die Schüler im angegliederten Wohnheim oder in Privatunterkünften. Die Unterbringungskosten werden dem jeweiligen Heimatlandkreis in Rechnung gestellt. „Die Fachsprengel stärken unseren Berufsschulstandort“, so Landrat Elmar Stegmann „Und der Neubau des Schülerwohnheims macht den Landkreis als Bildungsstandort und Bildungsregion noch attraktiver.“

Nach diesem Großprojekt wartet eine weitere Mammutaufgabe auf den Landkreis. Landrat Elmar Stegmann: „Die Sanierung des beruflichen Schulzentrums wird die größte Investition des Landkreises in den nächsten Jahren. Wir sprechen hier von einem Investitionsvolumen von 25 bis 30 Millionen Euro.“ Auch hier räumt die Landkreisverwaltung der Qualität der Planung höchste Priorität ein. Baubeginn ist hier frühestens im Jahr 2020.

Mit diesen beiden Großprojekten setzt der Landkreis seinen Kurs fort. Denn einer der Schwerpunkte in der Landkreispolitik ist das Thema Bildung. Allein in den vergangenen acht Jahren wurden knapp 30 Millionen Euro in die Bildungseinrichtungen des Landkreises investiert.

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