Bauernkrieg 1525 – Gedenken 2025

28.5.2021. Der Heimatbund Allgäu e.V. hat die Leitung des Runden Tisches für das 500-jährige Jubiläum des Bauernkrieges im Jahr 2025 übernommen.

Nach vorne schauen und den Blick auf Vergangenes nicht vergessen, ist ein Motto der Aktivitäten des Heimatbundes Allgäu e.V. Dazu gehört, historische Vorgänge zu würdigen und aus heutiger Sicht zu beleuchten.

Zur Vorbereitung der 500-Jahrfeier zum Bauernkrieg 2025 rief der Heimatbund mit weiteren Projektpartnern ein Förderprojekt mit der Dachorganisation EUREGIO via salina ins Leben.

Die Projektpartner aus Vorarlberg, Oberschwaben und dem Allgäu arbeiten in den nächsten Monaten gemeinsam an der Konzeption verschiedener Projekte zur Würdigung des grenzüberschreitenden Jubiläums. Das Vorprojekt läuft noch bis Ende November 2021. Im Anschluss soll die Projektplanung im Runden Tisch für 2024–2025 weitergeführt werden.

Der Bauernkrieg von 1525 gehört zu den bedeutenden Ereignissen von nationalem Rang. In der internationalen Geschichtswissenschaft spielt das damalige Geschehen gar eine fundamentale Rolle. Die Zwölf Artikel der Bauernschaft, welche 1525 in Memmingen gegenüber dem Schwäbischen Bund erhoben wurden, gelten als eine der ersten Forderungen der Menschenrechte in Europa.

Dass der Bauernkrieg eine länderübergreifende Bewegung wurde, lag insbesondere an den reformatorischen Ereignissen, die im Allgäu auf fruchtbaren Boden trafen. Die Unruhen im Fürststift Kempten gründeten auf grobe Missachtung der Standesrechte der Untertanen durch Abt und Konvent.

Oft wurden Freie zu Leibeigenen. Der geforderte Zustand hieß Freiheit. Das grausame, blutige vorläufige Ende der Bewegung ist unter anderem eine Lehre von Opportunismus. Das Streben nach Freiheit ließ sich jedoch nicht mehr beseitigen, es blieb bestehen – bis heute.

„Es gibt wohl keine moderne Geschichte der Revolutionen, in welcher der Bauernkrieg nicht seinen respektierten Platz hat. Friedrich Engels hat den Bauernkrieg, der auch der Aufstand des ‚gemeinen Mannes‘ in Stadt und Land war, als Beispiel für den Klassenkampf ausgezeichnet“, sagt Karl Milz, 1. Vorsitzender des Heimatbundes Allgäu e.V.

Erst mit der Deutschen Revolution 1848/1849 konnte der Geist, der in den Zwölf Artikeln genannten Ziele, durchgesetzt werden.

„Das alles bietet genügend Stoff, um 2025 die 500 Jahre zurückliegenden Ereignisse, gebührend zu würdigen“, so Karl Milz. Geplant sind eine Wanderausstellung, ein Dokumentarfilm, ein Theaterstück in Zusammenarbeit mit der Freilichtbühne Altusried sowie ein Online-Kalender mit allen wichtigen Terminen.

Die Website befindet sich momentan noch im Aufbau: www.500jahrebauernkrieg.de

Der Runde Tisch setzt sich derzeit wie folgt zusammen:

Projektpartner: – Mit Namen der Vertreter

Stand Montafon – mit Dr. Michael Kasper,
Historischer Verein Memmingen mit Herrn Christoph Engelhard,
Verein für Heimat, Museum und Geschichte der Gemeinde Durach e.V. mit Herbert Seger,
Gesellschaft Oberschwaben für Geschichte und Kultur mit Maximilian Eiden,
Geschichtsverein Bludenz und Klostertal Museumsverein mit Christof Thöny,
Kulturmeile Alberschwende mit Franz Rüf,
Stadt Kempten mit Dr. Franz-Rasso Böck,
Markt Altusried mit Adrian Ramjoue,
Beratende Funktion:
Marina Kuhn, Frau Ursula Winkler, Dr. Wolfgang Petz, Sebastian Heerwart

Wer ebenfalls Aktivitäten für das 500-jährige Jubiläum plant und mit dem Heimatbund Allgäu e.V. zusammenarbeiten möchte, der kann sich an den Heimatbund (E-Mail: info@heimatbund-allgaeu.de) wenden.
Der Heimatbund Allgäu e.V.

Der Heimatbund Allgäu ist der Dachverband der Allgäuer Vereine, die im weitesten Sinne heimatpflegende Arbeit leisten. Er bündelt ihre Kraft – im Heimatbund tauschen sich die Engagierten aus. Heute gehören ihm 37 Vereine mit über 8000 Mitgliedern an.

www.heimatbund-allgaeu.de

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