BRK Kreisverband Ostallgäu übernimmt die Aufgabe des Betriebes der Impfzentren im Ostallgäu und Kaufbeuren

11.12.2020 Landkreis Ostallgäu. Der BRK Kreisverband Ostallgäu übernimmt die Aufgabe des Betriebes der beiden Impfzentren.

„Mit dem Roten Kreuz haben wir einen verlässlichen und kompetenten Partner gewonnen, der auch in der Lage ist flexibel auf die sich ständig ändernden Rahmenbedingungen zu reagieren“, stimmen Landrätin Maria Rita Zinnecker und Oberbürgermeister Stefan Bosse überein.

Auch wenn es anderslautende Berichte über die Verfügbarkeit des Impfstoffs gibt, hält die Bayerische Staatsregierung am Auftrag an die Kreisverwaltungsbehörden fest, dass die Impfzentren und mobilen Impfteams bis Mitte Dezember betriebsbereit sein sollen.

Im Landkreis Ostallgäu wird derzeit eine ehemalige Gewerbehalle in Marktoberdorf entsprechend umgebaut. In Kaufbeuren laufen die Umbauarbeiten in einem ehemaligen Lebensmittelmarkt in zentraler Lage in der Nähe von Busbahnhof und Parkhaus am Kunsthaus in der Alten Weberei. Der BRK Kreisverband Ostallgäu wird beide Impfzentren betreiben und hat dazu eine Vereinbarung mit den beiden Verwaltungsbehörden abgeschlossen.

Dezentrale Verimpfung über niedergelassene Ärzte in dritter Phase

Damit stehen in der Region zwei zentrale Impfzentren zur Verfügung. Daneben werden vom BRK mindestens zwei mobile Impfteams für den Landkreis und ein Impfteam für die Stadt aufgestellt. Die Bürgerinnen und Bürger im nördlichen Landkreis können sich im Impfzentrum in Kaufbeuren impfen lassen. Die mobilen Impfteams sollen die Impfungen vor Ort durchführen, in Einrichtungen wie beispielsweise Alten- und Pflegeheimen. In den Impfzentren und den mobilen Impfteams werden Ärzte, medizinisches Assistenzpersonal und Verwaltungskräfte eingesetzt.

Es findet eine allgemeine und individuelle Impfaufklärung durch einen Arzt statt. Die Impfung selbst findet nach Delegation des Arztes durch medizinisch qualifiziertes Fachpersonal statt.

Da die Impfung voraussichtlich im Abstand von zwei bis drei Wochen wiederholt werden muss, wird über die Impfzentren auch bereits ein Wiederholungstermin vereinbart.

Die Bayerische Impfstrategie sieht in einer ersten Phase eine gezielte Impfung besonders vulnerabler Gruppen über die zentralen Impfzentren und mobilen Impfteams vor. Die Priorisierung richtet sich nach Empfehlungen der Ständigen Impfkommission und noch zu erstellenden Richtlinien des Gesundheitsministeriums. Diese werden dann vor Ort konkret umgesetzt.

In dieser Phase wird es voraussichtlich noch nicht möglich sein, Termine ohne Vorauswahl an Impfwillige auf Anmeldung hin zu vergeben. Dies wird in einer zweiten Phase dann über die Impfzentren möglich sein.

Erst in einer dritten Phase erfolgt dann auch eine breite, dezentrale Verimpfung über niedergelassene Ärzte. Der Zeitplan ist dynamisch und hängt maßgeblich davon ab, wieviel Impfstoff verfügbar ist.

In der Planung gehen die Verantwortlichen von rund 600 Impfungen täglich aus, die über die beiden Impfzentren und die mobilen Impfteams durchgeführt werden können. Es wird möglich sein, dass die Impfzentren an sieben Tagen in der Woche geöffnet sind. Die Öffnung und der Ablauf hängen aber auch von der Art und Menge des angelieferten Impfstoffs ab.

Einer der Impfstoffe muss aufgrund besonderer Kühlbedingungen zum Beispiel in drei bis vier Tagen nach Anlieferung verimpft sein. Hier kann über einen gemeinsamen Betreiber und den Austausch zwischen den Impfzentren sichergestellt werden, dass kein Impfstoff verworfen werden muss.

Blumtritt wird gemeinsamer Ärztlicher Leiter für die Impfzentren

Als gemeinsamer Ärztlicher Leiter für die Impfzentren in Stadt und Landkreis wurde der Mediziner Gregor Blumtritt gewonnen. Blumtritt ist bereits seit Beginn der Corona-Pandemie als Fachberater in den Führungsstäben vertreten und als sogenannter Koordinierender Arzt für Stadt und Landkreis bestellt.

Der Ärztliche Leiter ist Koordinator und Ansprechpartner der eingesetzten Ärzte und des medizinischen Personals und kümmert sich unter anderem um die Bestellung von Impfdosen und medizinischen Materials sowie den reibungslosen Ablauf des Impfprozesses in medizinischer Hinsicht.

Werbung: