Erwin Marschall: „Das Unterallgäu ist gut aufgestellt“

28.10.2015 Landkreis Unterallgäu. Das Unterallgäu ist ein starker Wirtschaftsraum: Das wurde jetzt in der Sitzung des Wirtschafts- und Tourismusausschusses des Unterallgäuer Kreistags deutlich.

Erwin Marschall, Wirtschaftsreferent am Landratsamt, informierte über die wirtschaftliche Entwicklung des Landkreises. „Das Unterallgäu ist gut aufgestellt“, sagte er.

Studien bescheinigen dem Unterallgäu laut Marschall und Landrat Hans-Joachim Weirather eine hohe Wirtschafts- und Investitionskraft, beste Zukunftschancen und eine besonders gute Lebensqualität.

Die Wirtschaftsstruktur im Landkreis gestaltet sich nach den Worten des Referenten wie folgt: Die Unternehmen sind vorwiegend familiengeführt und mittelständisch geprägt, dominierend ist das produzierende Gewerbe. Mit 2307 Betrieben, 10.500 Beschäftigten und 1,2 Milliarden Euro Umsatz im Jahr 2014 hat das heimische Handwerk eine hohe Bedeutung.

Das Unterallgäu zeichnet sich aber auch durch umsatzstarke Industrieunternehmen aus. 117 Betriebe mit mehr als 20 Beschäftigten gab es 2013. Die 16.175 Beschäftigten erwirtschafteten einen Umsatz von 3,36 Milliarden Euro. Ferner gibt es ein großes Angebot an Ausbildungsplätzen mit 1.679 Ausbildungsverhältnissen in der Industrie und 812 im Handwerk.

Dass es der Wirtschaft im Unterallgäu gut geht, zeigt auch die konsequent niedrige Arbeitslosenquote. Wie Marschall sagte, lag diese im Jahr 2014 bei durchschnittlich 2,2 Prozent und gehörte damit zu den niedrigsten in Deutschland. Bemerkenswert sei auch die sehr geringe Arbeitslosenquote bei den 15- bis 24-Jährigen. Diese betrug im Jahr 2014 im Schnitt 1,7 Prozent. Zum Vergleich: In ganz Bayern waren es 2,1 Prozent, deutschlandweit 5,7 Prozent.

Ein wichtiges Standbein im Landkreis ist der Tourismus. 215.105 Gäste kamen Marschall zufolge im vergangenen Jahr ins Unterallgäu und hielten sich dort durchschnittlich 4,7 Tage auf. Sie übernachteten vor allem in den drei Kurorten Bad Wörishofen, Bad Grönenbach und Ottobeuren sowie in Mindelheim und Babenhausen.

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