Fielmann schenkt dem Stadtmuseum Memmingen ein Stähle-Gemälde

16.8.2016 Memmingen. Durch eine Schenkung der gemeinnützigen Günther Fielmann Stiftung gelangt ein wertvolles Porträtbild der Memminger Bürgerin Anna Katharina Bilgram (gest. 1794), geschaffen von Franz Xaver Stähle (1752/53 – 1817), in den Bestand des Stadtmuseums Memmingen. Zur feierlichen Übergabe begrüßte Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger den Kunsthistoriker Jürgen Ostwald als Vertreter der Stiftung im Rathaus.

Im Beisein von Kulturamtsleiter Dr. Hans-Wolfgang Bayer und Ute Perlitz, Leiterin des Stadtmuseums, übergaben Jürgen Ostwald und der Memminger Niederlassungsleiter Claus Geida das vollständig restaurierte Gemälde an den Oberbürgermeister. Holzinger dankte für die großzügige Geste und freute sich, dass die Sammlung des Stadtmuseums um ein Werk des 1752/53 in Eisenburg geboren Malers und Freskanten Franz Xaver Stähle erweitert werde.

Der Oberbürgermeister merkte bei der Übergabe an, dass die dargestellte Bürgerin einen sehr bekannten alten Memminger Familiennamen trägt.

Dr. Bayer ergänzt zudem, dass Recherchen im Stadtmuseum ergeben haben, dass von der älteren Schwester Margareta Barbara ebenfalls ein Porträtbild im Fundus des Museums vorhanden ist.

Stähle, der unter anderem durch seine Deckengemälde in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Illerbeuren Bekanntheit erlangte, schuf das Gemälde von Anna Katharina Bilgram im Jahr 1779. Anna Katharina Bilgram (? – 1794) war verheiratet mit Jakob Friedrich Bilgram (1742-1783). Ihre Eltern Melchior und Anna Barbara Breu waren Besitzer der Memminger Brauerei zum Hasen. Nach dem Tod der Eltern ließ Jakob Friedrich Bilgram das Haus in seiner heutigen Form erbauen von seinem Freund Johann Georg Knoll, der zu dieser Zeit auch das Rathaus baute.

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