Fledermaus-Ausstellung im Landratsamt Lindau

14.10.2015 Lindau (Bodensee). Alle einheimischen Fledermäuse sind besonders geschützt, viele sind in ihrem Bestand gefährdet und vom Aussterben bedroht.

In Gebäuden nutzen Fledermäuse einiger Arten vor allem Spalten hinter Verkleidungen als Quartier.

Ziel einer Ausstellung im Landratsamt Lindau rund um die heimischen Fledermäuse ist es, nicht nur den besonderen Wert dieser Lebensräume in geeigneten Gebäuden hervorzuheben, sondern auch die besondere Funktion des Waldes für den Fledermausschutz herauszustellen. Die Ausstellung ist noch bis zum 30. Oktober 2015 im Foyer des Landratsamtes Lindau, Bregenzer Straße 35, Lindau, von Montag bis Freitag ab 8.00-12.00 Uhr und am Mittwoch von 14.00-17.00 Uhr zu besichtigen.

Im Wald bieten Bäume in ihrer Alterungsphase mit Höhlen, Rissen und Spalten unterschiedliche Lebensräume für waldbewohnende Fledermäuse wie zum Beispiel den Abendsegler. Von großer Bedeutung ist deshalb eine rücksichtsvolle Waldbewirtschaftung. Intakte Wälder im Umkreis von Fledermausquartieren sind von hoher Wichtigkeit als Nahrungsquelle für die Tiere. Eine angepasste Waldbewirtschaftung, bei der einzelne alte Bäume und Bäume in ihrer Zerfallsphase erhalten werden, ist für den Fledermausschutz unerlässlich.

Einen Teil der Ausstellung hat der Landesbund für Vogelschutz in Garmisch Partenkirchen konzipiert und die Bayerische Forstverwaltung hat Inhalte speziell zum Thema Fledermäuse im Wald beigetragen. Die Gebietsbetreuung des BUND Naturschutz, Kreisgruppe Lindau, wird fachliche Führungen für Schulklassen übernehmen. Die Koordinationsstelle für Fledermausschutz des Bayerischen Landesamtes für Umwelt ist fachlicher Ansprechpartner. Die Untere Naturschutzbehörde im Landratsamt Lindau (Bodensee) ist Organisator.

Auch für Schulklassen ist die Ausstellung gut geeignet. Die Anmeldung von Führungen für Schulklassen nimmt die Gebietsbetreuung des BUND Naturschutz, Isolde Miller telefonisch unter 08382 887564 entgegen.

Wer Fledermausquartiere melden möchte, kann sich an die Untere Naturschutzbehörde, Telefon: 08382 270-351, oder an die Koordinationsstelle für Fledermausschutz, Rudolf Zahner, Telefon: 0177-4004664, wenden.

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