Gebirgsmusikkorps begeistert in der Stadthalle Memmingen

1.11.2016 Memmingen. Das Gebirgsmusikkorps der Bundeswehr präsentierte in der Stadthalle die hohe Kunst der Blasmusik. Der Leiter des Musikkorps, Oberstleutnant Karl Kriner, hatte unter dem Motto „Von Guten und Bösen“ ein abwechslungsreiches Konzertprogramm zusammengestellt.

Zum letzten Mal begrüßte Dr. Ivo Holzinger in seiner Funktion als Oberbürgermeister die Musikerinnen und Musiker aus Garmisch-Partenkirchen.

Zusammen mit Oberstabsfeldwebel a.D. Stephan Groborsch, dem ersten stellvertretenden Vorsitzenden der Traditionsgemeinschaft des JaboG 34 „Allgäu“ freute sich Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger über eine voll besetzte Stadthalle.

„Ich wünsche Ihnen allen einen kurzweiligen, schönen und interessanten Abend“, begrüßte Oberstleutnant Kriner die Gäste in der Stadthalle. Er kündigte ein Konzertprogramm unter dem Motto „Von Guten und Bösen“ mit bekannten und unbekannten Märschen, anspruchsvollen Orchesterwerken, Filmmusikarrangements sowie Originalkompositionen sinfonischer Blasorchesterliteratur an.

Nach einem schwungvollen Eröffnungsmarsch „Klar zum Gefecht“ von Hermann Ludwig Blankenburg spielte das Musikkorps die Ouvertüre zur Oper „Hänsel und Gretel“ von Engelbert Humperdinck. Hochromantisch ging es mit der sinfonischen Dichtung „Eine Nacht auf dem Kahlen Berge“ von Modest Mussorgsky weiter. Passend zum Motto des Abends beschreibt der Komponist in dem Werk den grauenerregenden Hexentanz in der Johannisnacht. Ganz plastisch sei das Kichern und Kreischen der Gestalten herauszuhören bis der Glockenschlag dem Ganzen ein Ende bereite, erläuterte Kriner.

Durch technisch anspruchsvolle Passagen bestach das Meisterwerk „Teufelstanz“ von Josef Hellmesberger. Aber auch sehr leichtfüßige Abschnitte und ein besonders feuriges Temperament, machten dem Titel alle Ehre.

Das Stück „The Devil’s Tower“ des österreichischen Komponisten Thomas Doss basiere auf einer Sage, so Kriner bei seiner Anmoderation. In der Burg mit einem großen Turm nahe der österreichischen Ortschaft Waldneukirchen hausten weit gefürchtete Raubritter und nachdem diese besiegt waren, verfiel die Burg und der Teufel ergriff Besitz. Ein Mönch stellte drei Kreuze auf und dem Teufel wurde so das Handwerk gelegt.

Trompeter Stabsfeldwebel Marinus Wagner präsentierte als Solist des Abends mit der bekannten Bravour-Polka „die Teufelszunge“ eine Meisterleistung. Das Musikkorps ließ „Batman“ musikalisch durch die Stadthalle schweben und mit den liebevollen und verträumten Melodien aus dem Disney-Film „die Schöne und das Biest“, bekam das Gute wieder die Oberhand in dem sehr kurzweiligen Konzertabend.

„Jetzt müssen wir Sie nur noch retten. Das Böse ist ja besiegt“, kündigte der Stabführer des Musikkorps das letzte Stück des Abends an: den Kaiser Franz Josef I. Rettungs- und Jubelmarsch von Johann Strauß.

Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger dankte dem Oberstleutnant mit seinen Musikerinnen und Musiker für einen sehr gelungenen Konzertabend. Kriner kündigte an im nächsten Jahr wieder nach Memmingen zu kommen und dankte wiederum für die über die Jahre hinweg freundliche Aufnahme aller Musikkorps von Heer, Marine, Luftwaffe und nicht zuletzt dem Gebirgsmusikkorps aus Garmisch-Partenkirchen.

„Wir haben uns erkundigt und würden jetzt als eine kleine Referenz den Lahrida-Marsch spielen“, kündigte Kriner den Lieblingsmarsch des Oberbürgermeisters an.

Werbung: