Gefährliche Kreuzung zischen Lauben und Erkheim wird entschärft

10.11.2016 Landkreis Unterallgäu. „Wenn was passiert ist, ging es meistens schlimm aus.“ So beschrieb Landrat Hans-Joachim Weirather in einer gemeinsamen Sitzung des Kreis- und Bauausschusses die Situation an der Kreuzung der Kreisstraßen MN 13 und MN 32 zwischen Lauben und Erkheim.

In den vergangenen Jahren hat die Unfallkommission des Landkreises Unterallgäu bereits verschiedene Maßnahmen in die Wege geleitet, um die Sicherheit zu verbessern. Trotzdem kam es seit 2011 zu zwölf Verkehrsunfällen mit mehreren Verletzten; eine Person wurde getötet. Nun soll ein Kreisverkehr die Stelle ein für alle Mal entschärfen. Bau- und Kreisausschuss ebneten dafür den Weg.

„Weil die Kreisstraße MN 32 Richtung Moosmühle zum Teil Risse und Verdrückungen aufweist, ist es sinnvoll, mit dem Bau des Kreisverkehrs einen rund 400 Meter langen Abschnitt dieser Straße mit auszubauen,“ erläuterte Tiefbauamtsleiter Walter Pleiner. Außerdem müsse der Durchlass für den Moosgraben unter der Kreisstraße MN 13 erneuert werden. Damit würden insgesamt Kosten von rund 700.000 Euro entstehen.

Die Mitglieder des Bauausschusses empfahlen dem Kreisausschuss, der Maßnahme zuzustimmen. Dieser Empfehlung kam der Kreisausschuss einstimmig nach, unter dem Vorbehalt, dass im Kreishaushalt die entsprechenden Mittel bereitstehen.

Das gleiche Abstimmungsergebnis gab es für den Ausbau der Kreisstraße MN 25 im Mindelheimer Stadtteil Mindelau und weiter Richtung Dorschhausen. Laut Pleiner ist die Strecke in einem schlechten Zustand. Rund 1,6 Kilometer bis zum Waldrand hinter Jägersruh müssten erneuert werden. An beiden Ortseingängen von Mindelau sind Mittelinseln geplant. Im Bereich der Bushaltestelle werde mit einer weiteren Insel der Verkehr heruntergebremst und die Situation für Fußgänger sicherer, so Pleiner. Die Stadt Mindelheim werde außerdem innerorts einen durchgängigen Gehweg schaffen. Ab dem Ortsende soll ein neues Stück Geh- und Radweg die Lücke nach Bad Wörishofen schließen, schlug Pleiner vor. Die Kosten für das gesamte Projekt liegen bei rund 1,95 Millionen Euro.

Weitere Beschlüsse in der gemeinsamen Sitzung des Kreis- und Bauausschusses:

Der Kreisausschuss stimmte einstimmig Änderungen im Kreishaushalt zu. Dabei geht es um einen „durchlaufenden Posten“ im Bereich des Bauamts. Zur Prüfung mancher Bauvorhaben zieht das Bauamt Sachverständige, insbesondere Statiker, heran. Weil es vergleichsweise viele Bauanträge gab, fallen heuer in diesem Bereich rund 150.000 Euro mehr Ausgaben an als geplant. Diese Kosten werden laut Kreiskämmerer Sebastian Seefried eins zu eins auf die Bauherrn umgelegt. Landrat Weirather betonte: „Das ist ein Indikator für die rege Bautätigkeit im Unterallgäu.“

Schließlich informierte Weirather den Bauausschuss über die Vergabe von Zimmererarbeiten im Kolleggebäude. Die Arbeiten mussten in einer dringlichen Anordnung vergeben werden, um die Maßnahme nicht unnötig in die Länge zu ziehen. Anton Bartenschlager, Leiter des Hochbauamts, betonte, Ende des Jahres soll die statische Sanierung abgeschlossen sein.

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