Gemeinde Lachen erarbeitet Quartierskonzept

23.6.2016 Landkreis Unterallgäu. Die Gemeinde Lachen ist die achte Gemeinde, die der Landkreis Unterallgäu bei der altersgerechten Quartiersentwicklung finanziell und konzeptionell unterstützt.

Das Projekt ist ein Baustein des Seniorenpolitischen Gesamtkonzepts und hat die demografische Entwicklung im sozialen Nahraum im Fokus. Das Ziel: Senioren sollen möglichst lange in den eigenen vier Wänden wohnen bleiben können. Dazu baut die Quartiersentwicklung auf bestehende Strukturen der jeweiligen Gemeinde auf und bietet außerdem neue, passgenaue Lösungen.

Zunächst kommen im Juli hauptberufliche und ehrenamtliche Akteure der sozialen Arbeit aus Lachen an einen Tisch, um die Angebote für Senioren zu reflektieren: Was läuft bereits gut in der Gemeinde? Welche Angebote fehlen noch? Der Workshop wird von der Arbeitsgruppe für Sozialplanung und Altersforschung (AfA) moderiert. „Das Besondere an Lachen: Es hat sieben Ortsteile“, sagt Hubert Plepla, der die Umsetzung des Seniorenkonzepts im Unterallgäu koordiniert. „Das Thema Mobilität könnte deshalb eine wichtige Rolle spielen.“

Die Ergebnisse dieses Treffens arbeitet dann die AfA auf und stellt sie im Herbst in der Bürgerwerkstatt vor. „Dann können sich alle Bürger einbringen“, so Plepla.

Bürgermeister Josef Diebolder freut sich, dass seine Gemeinde diese Unterstützung erfährt: „Wir wollen uns gemeinsam den Herausforderungen des demografischen Wandels stellen.“ Dabei setzt er auf generationsübergreifende Zusammenarbeit.

Bereits Quartierskonzepte entwickelt haben die Gemeinden Erkheim, Mindelheim, Wolfertschwenden, Ottobeuren, Lautrach, Ettringen und Rammingen. Hier sind viele Projekte entstanden, die älteren Menschen zugutekommen.

„Ein prominentes Beispiel ist das ehemalige Molkerei-Areal in Erkheim, das zu einem Wohn-, Beratungs- und Begegnungszentrum umgestaltet wurde“, so Plepla. In Mindelheim entwickelten die Akteure unter anderem ein Konzept für eine Nachbarschaftshilfe und in Wolfertschwenden wurden beispielsweise regelmäßige Treffs für Senioren eingeführt.

Laut Plepla soll die altersgerechte Quartiersentwicklung ein fortlaufender und dynamischer Prozess sein. Um diesen zu begleiten und voranzutreiben, gibt es in fünf der teilnehmenden Gemeinden bereits einen „Quartiersmanager“. Maßnahmenbezogene Förderungen erhalten Gemeinden unter anderem durch das Programm „Selbstbestimmt Leben im Alter“ des Bayerischen Staatsministeriums, kurz SeLA.

Mehr über die Quartiersentwicklung im Landkreis Unterallgäu erfahrt Ihr unter www.unterallgaeu.de/quartiersentwicklung

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