„Glückswege im Allgäu. Selbst. Bewegt. Frei“

9.11.2016 Landkreis Unterallgäu. Die Illerschleife bei Bad Grönenbach, das Benninger Ried, die Katzbruimühle bei Köngetried oder der Barfußwanderweg in Bad Wörishofen: Unter anderem zu diesen Zielen sollen die sogenannten Glückswege führen.

Diese sollen auf dem bestehenden Rad- und Wanderwegenetz als neue „Premiumwege“ ausgewiesen werden, wie Tobias Klöck von der Unterallgäu Aktiv GmbH nun im Ausschuss für Wirtschaft und Tourismus des Unterallgäuer Kreistags erläuterte. Der Ausschuss sprach sich einstimmig für die Umsetzung des Vorhabens aus und bewilligte die Kosten in Höhe von 40.000 Euro.

Hintergrund ist folgender: Im Jahr 2014 wurde mit der Wandertrilogie Allgäu ein über 870 Kilometer langes Weitwanderwegenetz im Allgäu eröffnet, das auch durchs Unterallgäu führt. Dabei wurden neun Erlebnisräume definiert – für das Unterallgäu der Erlebnisraum der Glückswege. Dieser soll durch das Projekt „Erlebnisraumgestaltung Glückswege im Kneippland Unterallgäu“ konkrete Formen annehmen. Träger des Projekts ist der Landkreis, die Umsetzung wird von der Unterallgäu Aktiv GmbH koordiniert.

Ziel sei es, so Klöck, die Heimat des Wasserdoktors Sebastian Kneipp besser erlebbar und das Unterallgäu dadurch touristisch noch attraktiver zu machen. Dazu sollen unter dem Slogan „Glückswege im Allgäu. Selbst. Bewegt. Frei“ drei Arten von Wegen entstehen: Wege unter dem Titel „Natürliche Freiräume“ mit dem Fokus auf dem Naturerlebnis, Wege für „Gesunde Aktivierer“ mit dem Fokus auf Bewegung sowie Wege mit dem Titel „Zeitinseln“ mit dem Fokus auf Ruhe und Kultur.

„Dazu wurde zusammen mit den jeweiligen Gemeinden ein Konzept mit 21 potentiellen Glückswegen erstellt“, sagte Klöck. Es handle sich dabei um Rundwege, die alle einen Höhepunkt beinhalten – zum Beispiel die Illerschleife oder die Ottobeurer Basilika. Im kommenden Jahr sollen die Wegeverläufe laut Klöck geprüft und im Detail festgelegt werden. Realisiert werden – also ausgeschildert und zum Beispiel mit Picknickplätzen oder Sitzbänken ausgestattet werden – sollen die Wege spätestens bis 2020.

Michael Stoiber, Geschäftsführer der Unterallgäu Aktiv GmbH, gab den Ausschussmitgliedern einen Überblick über die Arbeit der GmbH. Auch 2016 wurden demnach wieder zahlreiche Aktivitäten, Veranstaltungen und Projekte in der Region durch die Unterallgäu Aktiv GmbH unterstützt und umgesetzt – zum Beispiel die 14. Unterallgäuer Gesundheitswoche, der Unterallgäuer Wanderherbst oder die Unterallgäuer Pilgerwanderung.

Weitere Themen in Kürze:

Existenzgründungszentrum voll belegt: Das Existenzgründungszentrum (egz) in Memmingen ist seit einigen Jahren stets voll belegt. Darüber informierte Siegfried Lobinsky vom egz in der Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft und Tourismus des Unterallgäuer Kreistags. Die 16 Büros und acht Gewerbeeinheiten seien seit 2012 immer komplett vermietet. Im Schnitt bleiben die Mieter Lobinsky zufolge drei Jahre im egz und stehen danach auf eigenen Beinen. Die Höchstmietdauer betrage in der Regel fünf Jahre, auf Antrag könnten die Gründer bis zu acht Jahre im egz bleiben. Das egz wurde laut Landrat Hans-Joachim Weirather gegründet, um angehenden Unternehmern die Gründung eines eigenen Betriebs zu erleichtern. In vielen Fällen sei dies erfolgreich gelungen, freute sich der Landrat. Die Gründer zahlen im egz, das 1998 eröffnet wurde, geringe Mieten und bekommen eine qualifizierte Beratung und Hilfestellung. Neben dem Landkreis Unterallgäu sind die Stadt Memmingen, die Sparkasse Memmingen-Lindau-Mindelheim und die VR-Bank Memmingen am egz beteiligt.

Kreis macht wieder Werbung fürs Unterallgäu: Der Landkreis macht auch im kommenden Jahr wieder Werbung fürs Unterallgäu. So präsentiert sich der Kreis von 14. bis 22. Januar zusammen mit Bad Grönenbach, Ottobeuren, Mindelheim und Memmingen am Allgäu-Stand auf der Messe für Caravaning, Motor und Touristik (CMT) in Stuttgart. Das beschloss der Ausschuss für Wirtschaft und Tourismus des Unterallgäuer Kreistags, nachdem Erwin Marschall, Tourismusreferent am Landratsamt, das Messekonzept für 2017 vorgestellt hatte. Neben dem Auftritt in Stuttgart wird der Kreis laut Marschall auf Messen in München und Nürnberg aufs „Kneippland Unterallgäu“ aufmerksam machen. Dort werde man zwar nicht persönlich vertreten sein, lege aber Prospekte aus. Die Gesamtkosten für die Messeaktivitäten im kommenden Jahr betragen 10.000 Euro. 2000 Euro davon zahlen Bad Grönenbach, Ottobeuren, Mindelheim und Memmingen. Den Rest trägt der Landkreis. Der Ausschuss empfahl dem Kreistag, die Mittel im Haushalt zur Verfügung zu stellen.

Haushaltsberatungen haben begonnen: Die Steuereinnahmen der Gemeinden sind gegenüber dem Vorjahr stark gestiegen, die Umlagekraft im Unterallgäu geht heuer voraussichtlich um 8,8 Millionen Euro nach oben: Mit diesen ersten Informationen von Kreis-Kämmerer Sebastian Seefried stieg der Ausschuss für Wirtschaft und Tourismus des Unterallgäuer Kreistags in die Beratungen über den Kreishaushalt 2017 ein. Die Haushaltsberatungen starten traditionell in diesem Gremium. Nachdem Seefried erste vorläufige Zahlen genannt hatte, erläuterte Erwin Marschall, Referent für Wirtschaft und Tourismus, die Haushaltsansätze im Bereich Kreisentwicklung, Wirtschaftsförderung und Tourismus. Der Ausschuss empfahl dem Kreistag, die Ansätze wie vorgestellt zu bilden.

Werbung: