Gutachten zu Rettungsstellplatz im Rettungsdienstbereich Donau-Iller wird vorgezogen

6.6.2016 Landkreis Unterallgäu. Gute Nachrichten hat Landrat Hans-Joachim Weirather jetzt aus dem bayerischen Innenministerium erhalten: Der zuständige Ministerialrat teilt mit, dass der Rettungsdienstbereich Donau-Iller bereits ab März 2017 begutachtet werden soll – und nicht wie eigentlich geplant frühestens 2018.

Im Mittelpunkt steht für den Landkreis Unterallgäu die Frage, ob Bad Wörishofen eine rund um die Uhr besetzte Rettungswache benötigt. Weirather hatte sich zusammen mit dem Vorsitzenden des Zweckverbands für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung (ZRF) Donau-Iller, Hubert Hafner, beim Innenministerium dafür eingesetzt, dass die Situation schnellstmöglich neu geprüft wird.

Derzeit ist der Rettungsstellplatz in Bad Wörishofen von 6 bis 22 Uhr besetzt. Kommt es in der Zeit von 22 bis 6 Uhr zu einem Notfall, alarmiert die Integrierte Leitstelle (ILS) Donau-Iller den nächstgelegenen Rettungswagen – zum Beispiel in Mindelheim, Buchloe oder Kaufbeuren. Darüber hinaus steht in Bad Wörishofen ein ehrenamtlicher Rettungsdienst des Roten Kreuzes zur Verfügung, der sogenannte Hintergrunddienst.

Regelmäßig lässt das Innenministerium das Institut für Notfallmedizin und Medizinmanagement (INM) überprüfen, ob die Rettungsmittel gleichmäßig über das Gebiet des Rettungszweckverbandes beziehungsweise über ganz Bayern verteilt werden um eine ordnungsgemäße Versorgungstruktur zu gewährleisten. Ursprünglich war das Jahr 2018 als nächster Termin zur Begutachtung des Bereichs Donau-Iller vorgesehen.

Die letzte Untersuchung des INM hatte ergeben, dass in Bad Wörishofen kein Bedarf für eine 24-Stunden-Besetzung besteht. Das Gutachten aus dem Jahr 2012 kam zu dem Schluss, dass die erforderliche Frist von zwölf Minuten, in der ein Rettungswagen am Einsatzort sein muss, in über 90 Prozent der Fälle eingehalten werden konnte – das sei mehr als gesetzlich vorgeschrieben.

Anders sah es für Babenhausen und Ottobeuren aus: Für Babenhausen hatte die letzte Untersuchung des INM ergeben, dass in Anbetracht des großen Einzugsgebiets und der Entfernung zu den angrenzenden Rettungswachen Handlungsbedarf besteht. Daher wurde in Babenhausen der dortige Rettungsstellplatz zu einer Rettungswache mit 24-Stunden-Besetzung aufgewertet. Daneben gab es auch im Einzugsgebiet Ottobeuren eine Versorgungslücke. Deshalb machte sich der Landkreis Unterallgäu dafür stark, dass Ottobeuren Notarztstandort wird. 2012 war es so weit.

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