indergarten St. Raphael in Primisweiler ist jetzt auch offiziell übergeben worden

26.10.2021 Wangen im Allgäu. Der Kindergarten St. Raphael in Primisweiler ist jetzt auch offiziell übergeben worden.

Am Samstag trafen sich Vertreterinnen und Vertreter der Kirchengemeinde St. Clemens als Träger, der Stadt Wangen als Eigentümer des neuen Gebäudes mit den Planern im Kindergarten und wurden herzlich vom Team um die Leiterin Ulrike Heiling empfangen.

Lange hatte sie und ihre Mitarbeiterinnen auf diesen Tag warten müssen. Da war die Vorgeschichte mit all den Fragen, ob das alte Gebäude den neuen Bedürfnissen angepasst werden könnte.

Dann die Entscheidung zum Neubau mit umfangreichen Planungen und Abstimmungen und schließlich der Bau. Als der im vergangenen Jahr fertiggestellt war, durfte er zunächst wegen der Pandemie nicht genutzt werden.

Auch der Umzug war unter diesen Bedingungen kaum zu organisieren. Doch das Team hielt zusammen und fuhr Möbel und Spielsachen in privaten Fahrzeugen von der Kühlaustraße ins neue Domizil. „Weil wir Zeit hatten, konnten wir uns gut einrichten“, sagte sie.

Gut ein Jahr später ist der Kindergarten samt Krippe und Familienzentrum zum Dorfmittelpunkt geworden.

„Entstanden ist ein unfassbar schönes Gebäude, gefüllt mit ganz viel Liebe“, sagte Ulrike Heiling und dankte Architekt Gerhard Feuerstein und seinem Team für die Zusammenarbeit auf Augenhöhe sowie Bauleiter Thomas Flatschacher aus Dornbirn für sein wertschätzendes und begeisterndes Wirken gegenüber den Handwerkern auf der Baustelle.

Sie dankte auch Oberbürgermeister Michael Lang als Bauherrn und den städtischen Architekten Stefan Lontzek und Jörg Weh sowie dem katholischen Träger für die Unterstützung.

Ortsvorsteher Roland Gaus erinnerte an die Diskussion im Dorf, als sich herausstellte, dass der einzig sinnvolle Platz für den neuen Kindergarten auf dem Areal des Sportgeländes bei der Schule wäre.

Er dankte nicht nur den Vertretern der Stadt Wangen, sondern auch dem inzwischen pensionierten Bürgermeister Ulrich Mauch, der die Überlegungen für die Zukunft des Kindergartens initiiert und bis zu seinem Ruhestand auch begleitet hatte. „Das Modell ist aufgegangen“, sagte Gaus.

Oberbürgermeister Michael Lang erntete viel Schmunzeln für seine Bemerkung: „Es ist der erste Kindergarten, in dem ich schon zum zweiten Mal zur Einweihung bin.“ In der kinderlosen Zeit hatte er gemeinsam mit den handelnden Personen den Kindergarten im vergangenen Jahr besucht. Auch OB Lang ging auf das Thema Warten ein.

Ein Grund für die vergleichsweise lange Planungsphase lag nach seinen Worten in der Tatsache, dass zunächst geklärt werden musste, ob das alte Gebäude wirklich nicht mehr weiter genutzt werden konnte. Am Ende zeigte sich aber, dass es zu klein und nicht mit vertretbarem Aufwand sanierungsfähig war.

Dann war zu klären, wie an dieser Stelle Baurecht möglich war. Es sei aber gut gewesen, dies alles durchzustehen. Denn mit dem Kindergarten in Primisweiler und dem Neubau von St. Antonius in Wangen wurde auch ein Musterraumprogramm für weitere Bauten geschaffen.

Weil auf den Stehtischen Immobilienbeilagen aus den Vorarlberger Nachrichten auslagen, die den Kindergarten St. Raphael in Primisweiler zur Titelgeschichte hatte, schloss er: „Das ist eine super Auszeichnung, wenn man es in Vorarlberg mit einem Holzbau auf den Titel schafft.“

Weil die Umgebung des Kindergartens im Wesentlichen von kleinmaßstäblicher Wohnbebauung geprägt ist, entstand auch das architektonische Konzept, wie Gerhard Feuerstein erläuterte. Die Gruppenhäuser stehen nebeneinander und wie zufällig durch Funktionsräume verbunden. Mit Blick auf die inzwischen schon angeraute Holzfassade sagte er, mit Farbe sei so ein Charakter nicht möglich.

„Wir hatten Glück, dass die meisten Firmen aus der Region kamen“, befand er. Viele von ihnen hätten mehr geleistet, als zu erwarten gewesen sei. Das habe aber auch für Ulrike Heiling gegolten, die in der Planungszeit ihren freien Tag für den Austausch mit dem Bauteam geopfert habe. Schon allein deshalb schloss er: „Dieser Kindergarten bleibt in unserem Herzen.“

Nachdem offiziellen Teil spielte die Musikkapelle im Freien und Vereine aus dem Dorf zeigten sich und verköstigten die Gäste bei bestem Feierwetter auf dem Sportplatz.

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