Kreisheimatpfleger besuchen ehemalige Synagoge in Fellheim

1.12.2015 Landkreis Unterallgäu. Freigelegte Deckenmalereien, ursprüngliche Fensterformen, eine offene Halle mit Empore und ein neuer markanter Treppenturm: So eindrucksvoll und würdig präsentiert sich die ehemalige Synagoge in Fellheim heute.

Noch vor gut zwei Jahren hätte ein Vorbeifahrender nicht einmal erkannt, dass es sich bei dem Wohnhaus an der Memminger Straße in Fellheim um ein ehemaliges jüdisches Gotteshaus handelt. Was in den vergangenen beiden Jahren geschehen ist, um dem Gebäude seine Würde zurückzugeben, davon haben sich die Unterallgäuer Kreisheimat- und Kreisarchivpfleger jetzt auf Einladung von Landrat Hans-Joachim Weirather ein eigenes Bild gemacht. Peter Kern gab seinen Heimatpfleger-Kollegen als verantwortlicher Architekt einen Einblick in die Zeit des Umbaus und erläuterte die Herangehensweise an das umfangreiche Bauprojekt.

Der Vorsitzende des Förderkreises der Synagoge, Christian Herrmann, ergänzte die Informationen zusammen mit Landrat Weirather um die lange und äußerst wechselvolle Geschichte des Gebäudes und der Fellheimer Juden.

Wie Herrmann erläuterte, soll die Synagoge künftig für Veranstaltungen verschiedener Art, aber auch als Lernort für Schüler genutzt werden. Aktuell werde hierfür von einer Arbeitsgruppe ein Konzept entwickelt. Zudem sollen regelmäßig Führungen angeboten werden.

Informationen über die Kreisheimat- und die Kreisarchivpflege im Unterallgäu findet man im Internet unter www.unterallgaeu.de/heimatpflege

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