Kreisversammlung der Feldgeschworenen – Landrat Stegmann vereidigt 14 neue „Hüter der Grenzen“

1.12.2015 Lindau (Bodensee). Feldgeschworene sind die Hüter unserer Grenzen und Abmarkungen. Das Amt des Feldgeschworenen ist eines der ältesten noch erhaltenen Ämter der kommunalen Selbstverwaltung. Es ist rund 500 Jahre alt.

Und trotzdem ist dieses Ehrenamt alles andere als veraltet und angestaubt. Landrat Elmar Stegmann hat bei der Kreisversammlung der Feldgeschworenen 14 neue Feldgeschworene vereidigt und zwei Landwirte geehrt, die dieses Ehrenamt bereits seit 25 Jahren ausüben: Berthold Heimpel aus Lindau und Markus Pfanner aus Scheidegg.

„Das Ehrenamt ist eine unverzichtbare Grundlage für unser Zusammenleben“, dankte Landrat Elmar Stegmann denn etwa 100 Anwesenden für ihr Engagement. Speziell geehrt wurde an diesem Tag auch Otto Rogg. Landrat Elmar Stegmann überreichte dem ehemaligen Kreisrat die Verdienstmedaille des Landkreises. Bei der Kreisversammlung der Feldgeschworenen wurde Otto Rogg außerdem für die nächsten sechs Jahre als Kreisobmann bestätigt, Ägidius Wilhelmi als dessen Stellvertreter.

Die neuen Feldgeschworenen geloben Verfassungstreue, eine gewissenhafte und unparteiische Erfüllung der Amtspflichten, Verschwiegenheit und zeitlebens Bewahrung des Siebenergeheimnisses. Denn Feldgeschworene markieren mit geheimen Zeichen den Punkt des zu setzenden Grenzsteines. Diese Zeichen sind von Kommune zu Kommune unterschiedlich und werden nur mündlich an den Nachfolger weitergegeben. Die Feldgeschworenen bleiben nach ihrer Vereidigung ein Leben lang in ihrem Amt oder solange es ihre Gesundheit zulässt.

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