Landkreis Unterallgäu unterstützt Helfer

21.9.2016 Landkreis Unterallgäu. Der Landkreis Unterallgäu fördert die Freiwilligenagentur Schaffenslust, das Familienpflegewerk, die Dorfhelferinnen und Betriebshelfer sowie die Psychologische Beratungsstelle mit insgesamt 52.000 Euro. Das beschloss der Kreisausschuss des Unterallgäuer Kreistags einstimmig. Außerdem sprach sich das Gremium einhellig dafür aus, den Investitionszuschuss für die Unterallgäuer Kreiskliniken anzupassen.

Die Freiwilligenagentur Schaffenslust unterstützt der Kreis in den kommenden drei Jahren wieder mit 25.000 Euro. Isabel Mang, stellvertretende Leiterin von Schaffenslust, stellte den Ausschussmitgliedern die Arbeit der Agentur vor. Diese hat seit ihrer Gründung im Jahr 2005 mehr als 3000 Bürger in ehrenamtliche Tätigkeiten vermittelt. Knapp 2000 davon waren Jugendliche. Es wurden unterschiedliche Projekte umgesetzt – unter anderem zur Vernetzung und Förderung ehrenamtliche Flüchtlingshelfer. Rund 700 Freiwillige begleiten derzeit 29 Helferkreise in Memmingen und dem Unterallgäu. 13 Helferkreise wurden bei der Gründung unterstützt. Außerdem entwickelte Schaffenslust eine Fortbildungsreihe für ehrenamtliche Flüchtlingshelfer, an der seit Januar dieses Jahres 300 Menschen teilgenommen haben.

Das Familienpflegewerk Unterallgäu-Memmingen erhält wie im Vorjahr einen Zuschuss in Höhe von 16.000 Euro. Der Verein hilft Familien in Notlagen, in denen die Kinder nicht betreut und die Arbeiten im Haushalt nicht erledigt werden können. Ähnliche Hilfe leisten die Katholischen Dorfhelferinnen und Betriebshelfer, deren Arbeit der Landkreis mit 4000 Euro bezuschusst.

Die Psychologische Beratungsstelle für Ehe-, Familien- und Lebensfragen der Diözese Augsburg bekommt wieder einen Zuschuss in Höhe von 7.000 Euro. Die Einrichtung berät in Memmingen und Mindelheim bei allen Fragen rund um Konflikte in der Partnerschaft, bei Trennung oder Scheidung.

Daneben ging es in der Sitzung um den diesjährigen Zuschuss für die Kreiskliniken. Die Kreisräte hatten sich bei den Haushaltsberatungen dafür ausgesprochen, den Kreiskliniken heuer insgesamt 2,5 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen. Zur Abdeckung des Fehlbetrags der Kliniken sahen sie 2,1 Millionen Euro, für Investitionen 400.000 Euro im Etat vor. Da das Jahresergebnis 2015 der Kreiskliniken nun aber besser ausfiel als angenommen, benötigen diese zur Abdeckung des Fehlbetrags nur 1,79 Millionen Euro. Deshalb empfahl der Kreisausschuss dem Kreistag, den Investitionszuschuss entsprechend anzupassen und diesen auf 708.000 Euro zu erhöhen. Damit würden die Kreiskliniken insgesamt wieder auf einen Zuschuss von 2,5 Millionen Euro kommen.

Ferner sprach sich das Gremium dafür aus, bis zur Umsetzung einer neuen Umsatzsteuer-Regelung eine vierjährige Übergangsfrist in Anspruch zu nehmen. Hintergrund ist eine Änderung des Umsatzsteuerrechts. Im Zuge dessen muss die Kreisverwaltung laut Kreiskämmerer Sebastian Seefried ihre Einnahmen überprüfen, was einen hohen Aufwand bedeute.

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