Neue Bauschuttcontainer im Unterallgäu

22.3.2016 Landkreis Unterallgäu. Wer kleinere Mengen Bauschutt entsorgen möchte, kann dies ab August bei den meisten Wertstoffhöfen im Landkreis tun.

Die Abgabe größerer Mengen ist ab 16. Juli jedoch vorübergehend nur noch über private Entsorger möglich, die den Bauschutt für die Wiederverwertung aufbereiten. Ab 2010 nimmt dann auch der Landkreis wieder Bauschutt an: an einer ausgebauten Deponie in Breitenbrunn. Dies hat der Umweltausschuss des Unterallgäuer Kreistags jetzt beschlossen.

Am 15. Juli werden die bisherigen Bauschuttdeponien Kirchdorf, Markt Wald und Egg a. d. Günz endgültig geschlossen. Lediglich die Annahme von unbelastetem Erdaushub für Rekultivierungszwecke ist dort künftig noch möglich. Hintergrund der Schließung der Deponien sind laut Anton Bauer, Leiter der Abfallwirtschaft am Landratsamt Unterallgäu, verschärfte gesetzliche Anforderungen insbesondere in Sachen Grundwasserschutz. Diese erfüllen die Deponien in Kirchdorf, Markt Wald und Egg nicht mehr. „Lediglich bei der Bauschuttdeponie Breitenbrunn, einige hundert Meter südlich der ehemaligen Hausmülldeponie, kann ab 2010 wieder nicht verwertbarer Bauschutt abgelagert werden. Zunächst müssen wir hierfür aber einige bauliche Vorkehrungen treffen“, so Bauer.

Als Ausgleich für die Schließung der Deponien wird ab August die Zahl der Sammelstellen für kleinere Mengen Bauschutt an den Wertstoffhöfen im Landkreis deutlich erhöht: Zunächst können dann an 14 Wertstoffhöfen sowie an der Umladestation in Breitenbrunn bis zu 100 Liter Bauschutt aus dem häuslichen Bereich kostenfrei abgegeben werden.

Die Abgabe wird dabei laut Bauer streng kontrolliert, um die Recyclingfähigkeit des erfassten Materials zu gewährleisten: So dürfen ausschließlich unbelasteter mineralischer Bauschutt wie Beton, Ziegel, Fliesen, Keramik und in geringen Mengen auch Glas angeliefert werden. Mit Störstoffen und Anhaftungen wie zum Beispiel Tapeten- oder Styroporresten verunreinigtes Material ist von der Annahme ausgeschlossen. Baustellenabfälle wie zum Beispiel Heraklith, farbiges Styropor, Gipskarton oder Asbest können wie schon bisher gegen Gebühr über die Umladestation Breitenbrunn entsorgt werden.

Da Glasabfälle bei den Wertstoffhöfen nur in sehr geringen Mengen angenommen werden, steht ab 1. August ein eigener Container für Flach- beziehungsweise Verbundglas an der Umladestation in Breitenbrunn bereit. Größere Mengen Flachglas, insbesondere aus Glasereien, müssen über private Entsorgungsfirmen verwertet werden.

Die Abgabe von Bauschuttkleinmengen ist somit neben der Umladestation Breitenbrunn künftig an folgenden Wertstoffhöfen zu den jeweiligen Öffnungszeiten möglich:

Babenhausen
Bad Grönenbach/Wolfertschwenden
Bad Wörishofen (Container auf der Deponie Kirchdorf)
Boos
Buxheim
Erkheim
Ettringen
Heimertingen
Legau
Markt Wald
Memmingerberg
Mindelheim
Sontheim
Türkheim

Größere Mengen Bauschutt können bei folgenden privatwirtschaftlich betriebenen Aufbereitungsanlagen abgegeben werden:

Alois Salger, Benningen, 08331/3163
Dachser GmbH & Co. KG, Türkheim, 08245/2024
Gregg Kies und Erdbau, Markt Rettenbach, 08392/255
Mayr-Bau GmbH & Co. KG, Türkheim, 08245/3170
Peter Weissenhorn GmbH & Co. KG, Erkheim, 08336/813950
Ulrich Beggel, Pfaffenhausen, 08265/7559
Xaver Riebel Baustoff GmbH, Bad Wörishofen, 08245/96260

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