Stadtjugendring Memmingen und Kreisjugendring Unterallgäu feiern gemeinsam ihr 70-jähriges Bestehen

25.5.2016 Memmingen. Am 20. Mai 1946 wurde in Memmingen ein Kreisjugendring gegründet. Auf den Tag genau 70 Jahre später feierten die seit 1963 getrennten Organisationen Stadtjugendring (SJR) Memmingen und Kreisjugendring (KJR) Unterallgäu unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger und Landrat Hans-Joachim Weirather im Memminger Rathaus zusammen ihr Jubiläum.

Der Festakt war Anlass für einen Blick zurück zu den gemeinsamen Wurzeln in der Nachkriegszeit, bot aber auch einen Ausblick in die Zukunft der Jugendarbeit mit neuen Herausforderungen etwa im Bereich der Ganztagsbetreuung.

Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger konnte zum Festakt im Rathaus zahlreiche Gäste und Ehrengäste begrüßen, darunter den Präsidenten des Bayerischen Jugendrings Matthias Fack und den Vorsitzenden des Bezirksjugendrings Schwaben Manfred Gahler. Marlene Preißinger überbrachte die Glückwünsche von Landrat Hans-Joachim Weirather zum 70-jährigen Bestehen und dankte dem Kreisjugendring für das unermüdliche Engagement zum Wohle der Kinder und Jugendlichen.

In den vergangenen Jahrzehnten hätten Kreis- und Stadtjugendring immer wieder neue Aufgaben angenommen und sich verschiedenen Herausforderungen gestellt, berichteten KJR-Vorsitzender Markus Grauer und SJR-Vorsitzender Jürgen Hellemann. Aktuell übernehme man zum Beispiel bei der Mittags- und ganztägigen Ferienbetreuung immer stärker Verantwortung. „Unsere Jugend sollte uns dieses Engagement und den finanziellen Aufwand wert sein“, so Grauer.

Stadtarchivar Christoph Engelhard erinnerte in seinem Vortrag zur Gründung des Kreis- und Stadtjugendrings Memmingen an die Anfänge in der frühen Nachkriegszeit. Anhand von Quellen wie Sitzungsprotokollen, Briefen und Zeitungsartikeln zeigte Engelhard auf, dass die Gründung des KJR am 20. Mai 1946 in Memmingen mit den „German Youth Activities“ der US-Militärregierung in Zusammenhang stand. Ziel sei die „Demokratisierung der Jugend“ nach den Jahren von Diktatur und Krieg gewesen, erläuterte er. Als die Stadt Memmingen am 1. April 1948 ihre Kreisfreiheit wiedererlangte, habe man die Trennung des Kreisjugendringes erwogen, diese mit Hinweisen auf die engen Verbindungen zwischen Stadt und Land sowie auf entstehende Doppelkosten jedoch abgelehnt. Erst im März 1963 wurde mit der Gründung des Stadtjugendrings die organisatorische Trennung beschlossen.

Zur Freude der Festgesellschaft schlüpfte Philipp Krenn, SJR-Vorstandsmitglied, in die Musical-Rollen „Tarzan“ und „Rocky“ und sorgte mit seinen Gesangseinlagen für begeisterten Applaus.

Bereits am Nachmittag präsentierten mehrere Mitgliedsverbände an Infoständen auf dem Marktplatz ihre Arbeit.

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