Technikerschule Mindelheim ist komplett bezahlt

1.12.2016 Landkreis Unterallgäu. Der Landkreis Unterallgäu hat die neue Technikerschule inzwischen komplett bezahlt. Das verkündete Landrat Hans-Joachim Weirather bei einer Pressekonferenz.

5,6 Millionen Euro hat der Bau mit Inventar gekostet. Es flossen 1,25 Millionen Euro staatliche Zuwendungen. „Aber die erste, wichtige Säule war die großzügige Spende des heuer verstorbenen Unternehmers Burkhart Grob“, so Weirather.

Anlass der Pressekonferenz war die neue Möglichkeit, die Technikerschule auch berufsbegleitend zu besuchen. Reinhard Vetter, Leiter der Berufsschule Mindelheim betonte, die berufsbegleitende Weiterbildung gewinne an Bedeutung. „Einige Schüler haben schon Familie. Da ist es wichtig, dass sie weiter verdienen.“

Peter Fischer, Leiter der Technikerschule, berichtete: „Nach dem Start der Technikerschule konnten wir nur ein Drittel der Bewerber aufnehmen.“ Dank der Zweizügigkeit müssen nicht mehr so viele Schüler abgewiesen werden. Fischer zeigte außerdem eine Karten mit dem Einzugsgebiet der Schule: Die Schüler kommen hauptsächlich aus dem Unterallgäu.

Landtagsabgeordneter Franz Josef Pschierer erinnerte daran, für die Zweizügigkeit haben Schulleiter und Kommunalpolitiker hart kämpfen müssen. Doch nun zeige sich, dass sich die Sorge der umliegenden Schulen nicht bewahrheitet habe – die Schule ziehe keine Schüler aus anderen Regionen ab, sondern sei vor allem für das Unterallgäu eine Bereicherung.

Die Verwirklichung der Zweizügigkeit bezeichnete Landrat Weirather als eine „sportliche Leistung“: „Heuer im Juli kam die Zusage von Kultusminister Ludwig Spaenle. Im September startete bereits der erste Jahrgang mit zwölf Schülern.“

Fischer dankte der Regierung von Schwaben und dem Staatsministerium für Unterricht und Kultus für die gute schulaufsichtliche Betreuung und für die Bereitstellung der Mittel für das Lehrpersonal.

Ein Lob für die Lehrer und das moderne Schulgebäude gab es von den Schülern Jessica Renner, Thilo Würtenberger und Alexander Baum. Sie betonten auch unisono, während der Weiterbildung weiter zu arbeiten und weiter zu verdienen, sei ein großer Vorteil. Zudem behalten sie einen „Fuß in der Firma“.

Fakten zur Teilzeit-Weiterbildung an der Technikerschule:

Dauer: drei Jahre

Unterricht an zwei Tagen und einem Abend unter der Woche. Die Wochenenden bleiben frei.

Voraussetzung für die Technikerschule sind der mittlere Bildungsabschluss, eine einschlägige Berufsausbildung im Bereich Metalltechnik und eine einschlägige berufliche Tätigkeit von mindestens sechs Monaten.

Für die Aufnahme im September 2017 können sich Interessierte bereits jetzt bewerben.

Alles über die Technikerschule unter www.bsmn.de

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