Tourismuskonferenz des Landkreises Lindau 2015

25.11.2015 Lindau (Bodensee). Am vergangenen Donnerstag fand bereits die sechste Tourismuskonferenz des Landkreises Lindau statt. Zahlreiche Vertreter aus Politik und Tourismus tauschten sich im Deutschen Hutmuseum in Lindenberg aus.

Neben einem Tätigkeitsbericht zum vergangenen und einem Ausblick auf das bevorstehende Tourismusjahr durch das regionale Tourismusmanagement standen sowohl für das Westallgäu wie auch für den Lindauer Bodensee wieder wichtige Themen auf der Tagesordnung, wie beispielsweise der aktuelle Stand der beiden Gästekartensysteme.

Viele Bürgermeister und Touristiker des Landkreises waren der Einladung von Landrat Elmar Stegmann und dem regionalen Tourismusmanagement zur jährlich statt findenden Tourismuskonferenz des Landkreises Lindau gefolgt. „Die Tourismuskonferenz ist als Plattform des Austauschs gedacht – zum einen zwischen Politik und Tourismus, aber auch zwischen den Projekten am Lindauer Bodensee und im Westallgäu“, so Tobias Walch, Leiter des Geschäftsbereichs Soziales und Kreisentwicklung, bei seiner Begrüßung.

Auf der Tagesordnung standen wie jedes Jahr der Tätigkeitsbericht des regionalen Tourismusmanagements zum vergangenen Tourismusjahr sowie ein Ausblick auf die Vorhaben in 2016. Unter anderem berichtete Marina Kluge, Leiterin des regionalen Tourismusmanagements über den aktuellen Stand in Sachen Gästekartensysteme im Westallgäu (Allgäu-Walser-Card) und den Planungen zur Einführung der Echt-Bodensee-Card im Bereich des deutschen Bodensees. Während die Echt-Bodensee-Card am Lindauer Bodensee erst frühestens ab 2018 eingeführt werden kann, wurde sich im Westallgäu bereits Gedanken gemacht, wie die Allgäu-Walser-Card für Westallgäuer Gäste noch attraktiver gestaltet werden kann. In der Sommersaison 2015 erhielten deshalb alle Gäste aus dem Westallgäu erstmalig mit einer Allgäu-Walser-Card eine 50%-Ermäßigung auf Einzelfahrscheine der Regionalverkehrslinien im Landkreis Lindau. Auch für die Wintersaison 2015/2016 soll dieses Angebot weiter fortgeführt werden.

Viel zu tun gibt es im kommenden Jahr auch in anderen Bereichen. So kümmert sich das regionale Tourismusmanagement auch weiterhin um verschiedene landkreisvernetzende Broschüren wie den Freizeitberater, den Jakobuswegflyer oder den Genussführer. Auch die inzwischen etablierte Prospektbörse mit Gastgeberseminar als Austauschplattform zwischen Freizeiteinrichtungen, Tourist-Informationen und Gastgebern wird es am 9. März nächsten Jahres wieder geben.

Aber nicht nur in Sachen landkreisübergreifende Projekten hat sich 2015 viel getan. Vor allem mit den Teilregionen Westallgäu und Lindauer Bodensee wird auf Hochtouren an Projekten, die man sich im Rahmen definierter Schwerpunktthemen vorgenommen hat, gearbeitet. Marina Kluge informierte über die bereits im Mai 2015 eröffnete Panorama-Radrunde am Lindauer Bodensee, die die schönsten Aussichtspunkte am Lindauer Bodensee im Rahmen einer Halbtagestour miteinander verbindet.

Das regionale Tourismusmanagement unterstützte den Lindauer Bodensee 2015 bei der Koordination der Montage der Infrastruktur, der Erstellung eines Flyer und der Durchführung eines Fotoshootings zur Panorama-Radrunde. Die Panorama-Radrunde wurde zu 50% von Leader-Mitteln gefördert. Auch die gemeinsame Microsite www.lindauerbodensee.de wurde im Rahmen des Förderprojektes Panorama-Radrunde umgesetzt und im Jahr 2015 fertig gestellt. Neben den Ortsportraits von Lindau, Wasserburg, Nonnenhorn und Bodolz, findet der Gast auf dieser Seite alle wichtigen Informationen zu den gemeinsamen Schwerpunkthemen „Genussherbst“ und „Panorama-Radrunde“.

Einen Rückblick auf den Genussherbst am Lindauer Bodensee, der im Oktober bereits zum dritten Mal stattfand, gab Katjana Knoll, Mitarbeiterin des regionalen Tourismusmanagements. „Die Wasserburger Genusswanderung war erneut komplett ausgebucht und es liegen schon erste Buchungen für das Jahr 2016 vor“, resümierte Knoll in ihrem Vortrag. Auch das Highlight „Essen und Tschässen“ lockte wieder unzählige Besucher nach Nonnenhorn. Zudem konnten unter der Woche wieder jede Menge Führungen, Kochkurse und Wanderungen angeboten werden. Einen Termin für den nächsten Genussherbst am Lindauer Bodensee gibt es auch schon: Dieser wird vom 15. – 29. Oktober 2016 stattfinden. Einige neue Ideen, die im Jahr 2016 umgesetzt werden sollen, um den Genussherbst weiter auszubauen und um diesen für Gäste und Einheimische sichtbarer zu machen, wurden in diesem Zuge diskutiert.

In einem kurzen Ausblick berichtete Katjana Knoll noch über ein in 2016 anstehendes Projekt am Lindauer Bodensee: Die Tafeln sowie der Flyer des Nordic-Walking Parks bayerischer Bodensee sollen erneuert werden.

Zentrales Projekt im Westallgäu ist derzeit ein Relaunch der Homepage www.westallgaeu.de. Hier stellte Marina Kluge erste Entwürfe vor und berichtete über den aktuellen Stand und den Zeitplan dieses Projektes. Als Framework-Partner der Allgäu GmbH übernimmt das Westallgäu den Aufbau und die Struktur der neue www.allgaeu.de. Viele Gründe sprachen für das Framework Allgäu. „Zum einen übernehmen wir ein System das hinsichtlich der technischen Entwicklungen, der Benutzerfreundlichkeit und des Designs aktuell auf dem neuesten Stand ist und zum anderen setzt das Westallgäu mit der Übernahme des Framework nochmals ein deutliches Zeichen, der Destinationsstrategie Allgäu zu folgen“ so Marina Kluge. Geplanter Onlinestart ist im Frühjahr 2016.

Den aktuellen Stand in Sachen Produktentwicklung im Westallgäu stellte die Projektmanagerin des Westallgäus, Martina Lindenmayr, vor. In ihrem Vortrag berichtete sie von drei neuen Wandertouren der Westallgäuer Wasserwege, die im Frühjahr 2015 eröffnet wurden und unter dem Motto „Brückenschlag“ das Westallgäu mit Vorarlberg verbindet. Auch das neu erarbeitete Thema „Kraftquelle Allgäu“ befindet sich mittlerweile voll in der Umsetzung. Das Veranstaltungsprogramm rund um das Thema Kräuter mit Kräuterführungen und Kräuterkochkursen sowie das begleitete Samstagspilgern von Frühjahr bis in den Herbst fanden bei Einheimischen wie Gästen großen Anklang. Und gemeinsam mit der Allgäuer Käsestraße wurden im Mai wieder die „Aktionswochen rund um den Heumilchkäse“ mit Schaukäsen, Kässpatzenkochkurs, Wanderungen und vielem mehr umgesetzt.

Erstmalig wurden im Jahr 2015 zu allen drei Westallgäuer Themenschwerpunkten sogenannte „Leitpauschalen“ entwickelt. „Durchschnittlich alle drei Tage gehen bei der Buchungsstelle in Weiler-Simmerberg Anfragen zu den Pauschalen ein“ so Lindenmayr. Aufgrund der großen Resonanz wird die Pauschalenbroschüre demnach auch im Jahr 2016 wieder aufgelegt.

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