Unterallgäu: “Unser Landkreis blüht auf” ist ein voller Erfolg

1.6.2016 Landkreis Unterallgäu. Überall im Unterallgäu blühen inzwischen Blumenwiesen mit Kartäusernelken, Margeriten, Wundklee oder Wiesensalbei. Bienen finden dort üppig Nahrung, für den Menschen sind sie ein Blickfang und wer die bunten Hingucker angelegt hat, hat damit wenig Arbeit.

Im Rahmen der Aktion „Unser Landkreis blüht auf“ seien in den vergangenen vier Jahren zahlreiche Blumenwiesen im ganzen Landkreis entstanden, sagten Landrat Hans-Joachim Weirather und Thomas Munding, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Memmingen-Lindau-Mindelheim. Bei einem Treffen in Erkheim zogen sie eine positive Zwischenbilanz. „Unser Landkreis blüht auf“ sei ein voller Erfolg.

Seit 2013 verteilen der Landkreis und die Sparkasse kostenlos Saatgut an Bürger, Gemeinden und Vereine. Mehr als 10.000 Samentütchen wurden laut Markus Orf, Kreisfachberater für Gartenkultur und Landespflege am Landratsamt, inzwischen im Unterallgäu ausgegeben. „Allein in diesem Jahr haben mehr als 30 Gemeinden Saatgut beim Landratsamt abgeholt und bereits angesät.“

Bei dem Treffen in Erkheim tauschten Bürgermeister und Bauhofmitarbeiter ihre Erfahrungen mit den Flächen aus. Wie Wolfgang Gareis, Leiter des Kreisbauhofs, berichtete, spart man sich Geld und Arbeit, wenn man auf öffentlichen Flächen Blumenwiesen anlegt. Während eine herkömmliche Grünfläche 13 Mal im Jahr gemäht werden müsse, mähe man viele Blumenwiesen nur einmal. Außerdem würden diese jedes Jahr wieder blühen – ganz ohne neu säen oder gar pflanzen zu müssen. „Wir haben fast das ganze Jahr über keine Arbeit damit“, sagte Gareis.

Auch deswegen lege der Kreisbauhof immer mehr Blumenwiesen an. In Erkheim hat dieser zum Beispiel eine Verkehrsinsel zum Erblühen gebracht. Durch den geringeren Pflegeaufwand spare sich der Kreisbauhof dort nun rund 500 Euro pro Jahr, so Gareis. Wer eine Blumenwiese ansät, wertet die Fläche ökologisch auf. Man erweitert das Nahrungsangebot für Insekten und trägt so zum Erhalt der Artenvielfalt bei, wie Kreisfachberater Markus Orf betonte.

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