Unterallgäuer Landrat zeichnet 147 Sportler und 46 Mannschaften aus

7.4.2016 Landkreis Unterallgäu. 147 Einzelsportler und 46 Mannschaften hat Landrat Hans-Joachim Weirather bei der Sportlerehrung des Landkreises für ihre besonderen Leistungen im vergangenen Jahr ausgezeichnet. Sie waren in verschiedenen Disziplinen erfolgreich:

ob im Fußball, Badminton, Schwimmen, Handball, Reiten oder Segelfliegen. Daneben würdigte der Landrat im Mindelheimer Forum fünf Ehrenamtliche, „die ihr Leben seit vielen Jahren in den Dienst des Sports stellen“. Überraschungsgast war Profi-Fußballer Jan-Ingwer Callsen-Bracker vom FC Augsburg.

Unter den „Top-Athleten“, wie Weirather die Sportler nannte, waren 73 Schwäbische, 29 Bayerische und 15 Deutsche Meister. Außerdem zeichnete er acht Europameister und einen Goldmedaillen-Gewinner aus. Zu Gast waren auch viele junge Talente. Zum Beispiel die zehn und zwölf Jahre alten Schwestern Hannah und Noemi Dempfle aus Wiedergeltingen, die bei den Bayerischen Jugendmeisterschaften im Eiskunstlauf mit Platz drei auf dem Siegertreppchen standen. Aber auch die ältere Generation war bei der Ehrung gut vertreten: einer von ihnen war Herbert Jonas vom TSV Bad Wörishofen. Der 82-Jährige hat zum 20. Mal das Sportabzeichen abgelegt.

Besonders hervor hob der Landrat Goldmedaillengewinner Matthias Dangl und die Damen vom Tauziehclub „Allgäu-Power“ aus Zell. Radsportler Dangl von den Unterallgäuer Werkstätten gewann das Fünf-Kilometer-Einzelzeitfahren bei den Special Olympics in Los Angeles. Die Tauzieherinnen aus Zell lobte Weirather für ihren „zutiefst von Fairness geprägten Mannschaftsgeist“. Sie hatten sich bei der Deutschen Meisterschaft im vergangenen Jahr vorbildlich verhalten und bekamen dafür den „Fair Play Preis des Deutschen Sports“. Als eine Sportlerin des gegnerischen Teams einen Schwächeanfall erlitt und ausfiel, nahm auch die Zeller Mannschaft eine Zieherin aus ihrem Team. Die Frauen verloren das Finale, die Jury würdigte aber ihr Verhalten.

Außerdem ehrte der Landrat Doris Vichtl-Jousma vom TSV Mindelheim, Erwin Strodel vom TSV Markt Wald, Josef Hämmerle vom Velo Club 1883 Mindelheim, Diana Schedl vom Schützengau Babenhausen und Andreas Mayr vom Schützengau Babenhausen für ihr ehrenamtliches Engagement. „Unsere Sport- und Schützenvereine leben von solchen Menschen, die für Zusammenhalt sorgen und mit ihrer Zuverlässigkeit und Erfahrung Enormes leisten.“

Zusammen mit Uli Theophiel, dem Vorsitzenden des Bayerischen Landes-Sportverbands (BLSV) Unterallgäu-Memmingen, und Erich Huber als Vertreter der Unterallgäuer Schützen, überreichte der Landrat Medaillen und Urkunden an die Sportler. Die Sportlerehrungsmedaille, auf der jedes Jahr ein anderes Unterallgäuer Bauwerk abgebildet ist, zeigte heuer die Wallfahrtskirche St. Georg in Kirch-Siebnach.

Von seiner Karriere und seinem Leben als Spitzensportler berichtete Stargast Jan-Ingwer Callsen-Bracker. Callsen-Bracker spielt beim FCA als Innenverteidiger. Wegen einer schweren Verletzung ist er derzeit aber nicht im Einsatz. Beweglichkeit und Kraft seien inzwischen jedoch wieder da und er wolle in ein, zwei Wochen wieder auf dem Rasen stehen, kündigte der Sportler an. Der FCA stieg im Jahr 2011 zum ersten Mal in der langen Vereinsgeschichte in die Erste Fußballbundesliga auf. Im Jahr 2015 schaffte er den Einzug in die Europa League.

Moderiert wurde die Ehrung von Andreas Schales von Hitradio RT1 Südschwaben. Für die Musik sorgte die Band Déjà vue.

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