Unterwegs auf dem Jakobusweg – Samstagspilgern Pilgerwege im Westallgäu

13.6.2016. In diesem Jahr bietet Westallgäu Tourismus zwei Urlaubsangebote mit meditativem Charakter: Pilgern auf eigene Faust auf dem Jakobusweg sowie geführte Pilgerwanderungen unter dem Motto „Samstagspilgern“ auf den „leisen“ Wegen des Westallgäus.

Kapellen und Kirchen laden unterwegs zur besinnlichen Rast ein. Wallfahrer und Ruhe suchende Menschen bekommen mit den neuen Broschüren „Der Jakobusweg“ und „Samstagspilgern“ alle notwendigen Anregungen. Bis Ende Oktober kann die „Kleine Auszeit“ gebucht werden mit zwei Übernachtungen, einer meditativen Abendwanderung und einer Pilgerwanderung.

Wer im Westallgäu seine Auszeit beim „Samstagspilgern“ nimmt, genießt die Urlaubstage mit spirituellen Impulsen. Auf 44 Seiten listet die neue Broschüre „Samstagspilgern“ viele Wanderungen auf, um sich gemeinsam auf den Weg zu machen. Zusammen mit einer erfahrenen Pilgerbegleitung führen hübsche Wegen zu schmucken Kapellen. Auf der bis zu acht Kilometer langen Strecke „Kleinode am Opfenbacher Kapellenweg“ werden die Pilger ganz nebenbei mit den Kräutern der Natur vertraut gemacht. Beim Waldsee in Lindenberg findet bei jedem Wetter eine meditative Wanderung statt: „Wenn die Stille zu mir spricht“ dauert beispielsweise rund drei Stunden.

Es muss nicht gleich eine Fernwanderung sein, wenn man eigenständig dem Zeichen der Muschel folgen möchte. Wer auf dem Jakobusweg von Weitnau im Oberallgäu kommend wandert, gelangt zu den Dorfkapellen und Gotteshäusern in den Gemeinden des Westallgäus. Allein in Scheidegg stehen dreizehn Kapellen, die auf dem 22 Kilometer langen ökumenischen Kapellenweg miteinander verbunden sind. Der kleine ökumenische Kapellenweg ist 2,7 Kilometer lang.

In Spanien wird Jakobus als Nationalheiliger und Schutzherr der Pilger verehrt. Kein Wunder also, dass verschiedenste Routen zu ihm nach Santiago de Campostela führen. Einige der Wallfahrer wählen gerne den Jakobusweg quer durch das „leise“ Westallgäu bis zum Bodensee – entweder über den Pfänder nach Bregenz oder auf deutscher Seite nach Lindau und Wasserburg.

Seit dem Mittelalter haben Wallfahrer viele kirchliche und weltliche Bräuche im Westallgäu hinterlassen. Dorfkirchen und kleine Kapellen schmücken die Pfade der Wallfahrer zwischen Röthenbach, Lindenberg, Stiefenhofen, Oberreute, Weiler, Scheidegg und Hergensweiler. In der Kapelle St. Stephan in Genhofen (1495) befindet sich unter den Figuren des Hochaltars auch die des Jakobus. Berühmt ist das gotische Kirchlein St. Bartholomäus in Zell. Die Sebastianskapelle (1628) in Weiler, die Wendelinskapelle (1670) in Kinberg, in Scheidegg die Galluskapelle (1635) mit ihren Deckengemälden sowie die Annakapelle (1500) mit ihren Heiligen aus Holz oder die Lourdesgrotten (um 1890) in Weiler und Scheidegg sind weitere bemerkenswerte Orte der Besinnung.

In der kostenlosen Broschüre „Kraftquelle Allgäu – Der Jakobusweg“ wird auf 50 Seiten zu allen Kapellen und Sehenswürdigkeiten, zu pilgerfreundlichen Unterkünften, zu den Ausgabestellen für den Pilgerstempel sowie zu Verkehrsanbindungen informiert. 44 Seiten dick ist die Broschüre „Samstagspilgern“ mit allen Terminen der kostenfreien begleiteten Wanderungen im Allgäu bis zum 22. Oktober.

Bis Ende Oktober kann die „Kleine Auszeit“ mit zwei Übernachtungen und Frühstück, einer meditativen Abendwanderung und einer begleiteten Samstags-Pilgerwanderung ab 111 Euro pro Person gebucht werden.

Zum Westallgäu gehören die Gemeinden Gestratz, Grünenbach, Heimenkirch, Hergatz, Hergensweiler, Lindenberg, Maierhöfen, Oberreute, Opfenbach, Röthenbach, Scheidegg, Stiefenhofen und Weiler-Simmerberg.

Onformationen:

Westallgäu Tourismus, Gästeamt Oberreute, Tel. 08387/1233, www.westallgaeu.de und Scheidegg-Tourismus www.scheidegg.de. Die Broschüren sind in den Touristinfos der Gemeinden kostenfrei erhältlich und stehen zum Download auf der Seite www.kraftquelleallgaeu.de zur Verfügung.

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